Tag des MUTES – nur eine mutige Idee?

Für mich Zeit mutig nach vorn und zurück zu blicken – das mutigstes Projekt an dem ich gearbeitet habe bin und bleibe ICH selbst.

Du kennst sicherlich den einen oder anderen Feier- und Gedenktag. Und dann gibt es den Welt-Nudel-Tag und den Welt-Hunde-Tag und was sich die Menschen sonst noch so alles einfallen lassen. Den Tag des MUTES, den haben Burkhard und ich ins Leben gerufen.

Diese Nachricht hat mich heute über unser MUT.NETZWERK erreicht. Ein Tag des MUTES – warum nicht? Sich einfach mal Gedanken über Mut machen und vielleicht an dem Tag mutig etwas Neues wagen?

Seit ich als MUT.POINT Teil der MUT.VISION bin, komme ich immer mal wieder mit mutigen Menschen und ihren mutigen Entscheidungen in Kontakt. Ich nehme jetzt viel öfter den Mut wahr, den es in manchen Situationen braucht. Und ein leises “ich versuche es morgen wieder” kann manchmal viel mehr Mut erfordern als irgendeine laute Mutprobe.

Mein Leben ist geprägt von vielen Wechseln und erst heute kann ich mich so richtig dafür wertschätzen

Geboren und aufgewachsen in der DDR wollte ich immer mit Kindern arbeiten. Deshalb habe damals Lehramt für untere Klassen studiert (Fachrichtung Deutsch/Kunst/Pionierleiter). Nach der Wende gab es viel zu viele Mitarbeiter im sozialen Bereich und ich habe zur Betriebswirtin umgeschult – damals hatte ich schon zwei kleine Kinder (3+4). Nach der Umschulung habe ich dann im Finanzamt für 3 Monate als Aushilfe begonnen und war einige Monate später Geschäftsstellenleiterin – was für ein mutiger Schritt.

Damit nicht genug – mein Mann suchte eine neue Arbeit und 2000 sind wir dann als Familie nach Baden-Württemberg gezogen. Im Finanzamt habe ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und in Reutlingen als Leasingmitarbeiterin einen neuen Job begonnen. Die nächste Ausbildung stand für mich an. Personalfachkaufffrau wollte ich werden – das was ich im Finanzamt schon in der Praxis getan habe, durfte ich jetzt mit Theorie untermauern. Nach dem Kurs habe ich dann an der Volkshochschule “Lohn und Gehalt” unterrichtet.

Nachdem ich dann 5 Jahre als Personalreferentin in einer Firma gearbeitet habe, ging diese in Insolvenz und ich stand wieder vor einer mutigen Entscheidung und diesmal startete ich in die Selbstständigkeit – eine überwiegende Dozententätigkeit sollte es werden und es wurde Unterstützung von Firmen im Personalbereich. Zehn Jahre lang suchte und fand ich meine kleinen und großen Kunden durch eigene Akquise – Maßnahmen. Meine Selbstständigkeit beinhaltete Höhen und Tiefen – viel Arbeit – viele Weiterbildungen – viele Herausforderungen.

Und letztes Jahr stand für mich wieder ein großer Wechsel an. Ich habe meine eigenen Kunden losgelassen und lasse mich jetzt als Interims-Managerin auf Basis einer Freelancerin von Personalvermittlungsfirmen an Kunden vermitteln. Ganz konkret habe ich einen sicheren Langzeitkunden gegen das Projektgeschäft getauscht und darf jetzt lernen darauf zu vertrauen, dass zur richtigen Zeit immer ein Auftrag für mich da sein wird.

Das zu all den mutigen Dingen im Außen 

Wenn ich das so nieder schreibe bin ich schon etwas beeindruckt von meiner Vita. Doch noch viel mehr Mut brauchte ich in den letzten Monaten / Jahren für meine Veränderungen im Innen. Da fällt mir als erstes ein – mich so anzunehmen und zu lieben – so unperfekt – wie ich eben bin. Zu akzeptieren, dass ich nicht alles richtig machen kann und zu begreifen, dass ich aus jeder Erfahrung etwas lernen kann. Jedes Gefühl – auch die unangenehmen – anzunehmen und zu fühlen. Meine Gewohnheiten, Glaubenssätze und Muster anzuschauen und ggfs. zu verwandeln. Mich verletzlich zu zeigen und zu offenbaren, dass ich Depressionen hatte und immer noch an depressiven Phase leide sowie öffentlich zu weinen. Ich könnte wahrscheinlich noch ganz lange weiter schreiben.

Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben

Das ist für mich zur Zeit der wichtigste und mutigste Satz überhaupt und deshalb versuche ich mich gerade noch besser um mich selbst zu kümmern – mein bisher mutigstes Projekt. Die Lösung nicht mehr im Außen suchen, sondern in MIR.

Mut tut gut und wenn Ihr Lust verspürt noch mehr mutige Menschen und Projekte kennenzulernen findet Ihr hier das MUT.NETZWERK https://www.mut.vision/

Seid mutig und lacht‘s gut!
Eure Carmen

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